PDFDruckenE-Mail

Geschichte

Geschichte - Seite 3

Beitragsseiten
Geschichte
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Seite 5
Seite 6
Alle Seiten

Im Jahre 1930 schloß sich der Verein dem Zentral-Verband der historischen deutschen Schützenbruderschaften an und erhielt den Namen „ St Kunibertus-Schützenbruderschaft Hünsborn „. 1934 wurden die Bruderschaften durch staatliche Gesetzgebung verboten. Unbeirrt wurde trotzdem bis 1939 jedes Jahr ein Fest gefeiert.
Danach kam eine neue Zeit. Blendend in Demagogie schien sie neue Impulse zu geben. Leicht folgte man dem Blendwerk aus Fahnen und Symbolen in der Hoffnung, einer neuen und besseren Zukunft entgegenzusehen. Ein neues Geschlecht, eine neue Jugend marschierte. Niemand ahnte, dass der Weg in einen zweiten, weltweiten Krieg führte. Man schrieb das Jahr 1939.

Unsere Bruderschaft feierte das letzte Fest vor dem Kriege. Schützenkönig wurde Paul Stahl, der dann auch als erster Hünsborner im 2. Weltkrieg gefallen ist. Das Vereinsleben wurde eingestellt.
Der zweite Weltkrieg zeigte seine ersten Schrecken. Wiederum wurde bestes Mannestum dem großen Orlog geopfert. Männer gaben ihr Leben im Felde, sterbend noch der Heimat gedenkend. Daheim aber beteten die Frauen und Kinder um glückliche Heimkehr. Sie ahnten nicht, welches Opfer noch von ihnen verlangt würde.
Bombenverbände deckten die Städte zu mit ihrer unheilvollen Last, um alles zu töten und den letzten Widerstand zu brechen. Das weite Land aber beherrschten Tiefflieger mit Bordkanonen und Maschinengewehren. Jedes Leben war bedroht. So wurde in den letzten Kriegstagen in Hünsborn selbst noch so manches Opfer gefordert. Artillerie und Feuer vernichtete manches Heim. Angst schnürte die Herzen ein, Angst vor fremder Herrschaft. Angst vor der Zukunft lag wie ein Alpdruck auf den Lebenden, den Überlebenden. Schwer litten die Menschen unter der Not des verlorenen Krieges, einem Krieg, aus dem 22 Mitglieder unserer Bruderschaft nicht zurückkehrten, 18 gefallen und 4 sind vermisst.
Schwer war auch der Anfang zum Aufbau von Heim und Existenz. Hünsborn war angeschlagen, jedoch nicht tot. Bald wuchs neues Leben. Der kleine Landwirt erlebte ein neues Erwachen. Nie war man sich in Hünsborn so nahe wie zu jener Zeit. Man schrieb das Jahr 1947.

Nachdem die Militär-Regierung das Vereinsleben wieder gestattete, lud am 7. September 1947 der 1. Vorsitzende Alois Koch im Einvernehmen mit unserem jetzigen Präses und Pfarrer Josef Beule alle Schützenbrüder zu einer Versammlung ein.
Wichtigste Punkte der Tagesordnung waren.

1) Fortbestand oder Auflösung der Bruderschaft
2) Vorstandswahlen

Einstimmig beschlossen alle anwesenden Mitglieder den Fortbestand der Bruderschaft. 1. Brudermeister wurde Alois Koch, Schriftführer Wilhelm Heller, Kassierer Josef Halbe , I. Präses wurde Pfarrer Josef Beule. 1948 erstellte der Vorstand eine neue Satzung nach den Richtlinien des Zentral-Verbandes der historischen deutschen Schützenbruderschaften. Auf ein Volksfest wurde aus finanziellen Gründen( Währungsreform ) verzichtet. Aber zahlreiche, gutbesuchte Theateraufführungen geben Zeugnis von einem neuen Aufbau, einen regen Vereinsleben. 1949 legte Brudermeister Alois Koch sein Amt nach langjähriger Tätigkeit nieder. Neuer Brudermeister wurde Josef Halbe I, Kassierer wurde Wilhelm Knott.