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Am 18./19. Juni 1949 konnte nach großen Bemühungen des Vorstandes und finanziellen Opfern aller Mitglieder das erste Volksfest gefeiert werden. Durch abschießen eines Gipsvogels mit der Armbrust wurde Josef Stahl neuer Schützenkönig. 1951 legte Wilhelm Heller sein Amt als Schriftführer nieder.
Josef Junge wird neuer Schriftführer. Die Arbeit im Vorstand sowie im Vereinsleben wird kontinuierlich fortgesetzt. Theodor Schrage, ein Sohn unseres damaligen 1. Vorsitzenden, stellt ein Gelände von ca. 3500 qm für eine Kaufsumme von 2500.- DM dem Verein zur Verfügung. Dies ist ein Meilenstein in unserer Vereinschronik. Was wäre die heutige Bruderschaft, aber was wären auch alle örtlichen Vereine ohne den heutigen Schützenplatz? Dank gebührt daher unserem Schützenbruder Theodor Schrage.

Dank dem damaligen Vorstand und allen Schützenbrüdern für ihre Weitsicht. 1953 legt der 1. Vorsitzende Josef Halbe aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder und wird von der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Alois Koch übernimm erneut die Vereinsführung. Die Vorbereitungen für das 50-jährige Jubiläum 1954 beginnen.

Der Schützenplatz wird eingesät, eine bescheidene Toilettenanlage wird gebaut. Die Idee, eine Schützenhalle zu bauen, wurde geboren. Entschlossen schritt man zur Tat. Eine Zeichnung war fertig. Die Genehmigung durch die Behörde wurde erteilt. Das notwendige Bauholz aus dem abgeholzten Gerlinger Wäldchen stand zur Verfügung. Daß die Idee nicht verwirklicht wurde, ist nicht an der Fähigkeit des damaligen Vorstandes und der Opferbereitschaft der damaligen Mitglieder gescheitert, sondern durch Außenstehende zerredet und zerstört worden, mit dem Argument, eine Gemeindehalle zu bauen und die finanziellen Lasten der Bruderschaft nicht allein aufzubürden. Aber dadurch entstanden Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten, die sich bis in die Sechziger Jahre auswirkten. Trotz aller Belastungen feierte die Bruderschaft 1954 ihr 50-jähriges Jubiläum. Die Kaiserwürde errang Schützenbruder Richard Halbe. Einem Mann, der immer mit Bescheidenheit aber um so größere Opferbereitschaft und Einsatzbereitschaft das Ansehen aller Schützenbrüder genoß.

Im Verlauf des Festes wurde dem 1. Brudermeister Alois Koch die ehrenvolle Aufgabe zuteil, 3 Schützenbrüder und Gründer unserer Bruderschaft besonders zu ehren.: Wilhelm Schrage, Leo Halbe und Anton Gokus. Alois Koch richtete herzliche Worte an die Jubilare und überreichte ihnen als äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung den hohen Bruderschaftsorden, eine der höchsten Auszeichnungen, die der Verband der historischen deutschen Schützenbruderschaften zu verleihen hat.
Durch die Mitwirkung aller örtlichen Vereine erhielt dieses Jubiläum eine besondere Note, da zum ersten Mal Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit demonstriert wurde, welches sich bis in die jetzigen Siebziger Jahre bewährt hat.