PDFDruckenE-Mail

Geschichte

Geschichte - Seite 5

Beitragsseiten
Geschichte
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Seite 5
Seite 6
Alle Seiten

1956 wird durch den plötzlichen Tod unseres Brudermeisters Alois Koch ein neuer Vorstand gewählt: 1. Brudermeister wird Josef Junge, Schriftführer wird Karl Mester, Wilhelm Knott bleibt Kassierer bis zur Generalversammlung 1957, wo er durch Theodor Schrage abgelöst wird. Die Arbeit dieses neuen Vorstandes konzentriert sich in den folgenden Jahren hauptsächlich auf den Ausbau und Verschönerung unseres Schützenplatzes. Aber auch der Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften aktiviert in diesen Jahren seine Arbeit auf Diözesan- und Bezirksebene. Die Bruderschaften des Wendener Landes schließen sich in einem Bezirksverband zusammen.

Sogar der damalige Bundespräses Karl Lambertz entdeckt und besucht den Bezirksverband Wenden und ist am 20 April 1958 Gast unserer Bruderschaft. Im damaligen Pfarrheim hält er in Anwesenheit unseres Präses und ca. 80 Schützenbrüder einen Vortrag über die Grundwerte einer Bruderschaft. Daß seine Worte nicht auf steinigen Boden gefallen sind, beweisen die folgenden Jahrzehnte.
Hervorgerufen durch innere Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten tritt der damalige Vorstand am 02.04.1960 zurück. Peter Koch, als damaliger 2. Vorsitzender führt die Geschäfte weiter bis zur außerordentlichen Generalversammlung am 29.05.1960. An diesem Tag wird im Vereinslokal Wilmes ein neuer Vorstand gewählt:
1.Brudermeister wird Eugen Schrage, Geschäftsführer wird Theo Winnersbach, Kassierer wird Peter Arns. Auf dem Fundament, das in der Vergangenheit gelegt wurde, kann dieser neue Vorstand seine Arbeit aber nur beginnen, wenn alle Schützenbrüder ihren einmütigen Beschlüssen auch ebenso uneigennützige Taten folgen lassen.

Gelegenheit dazu wird uns die Zukunft in genügendem Maße bieten. Zurückhaltend, bescheiden und auf finanziell schwachen Füßen werden die ersten Schritte in die Sechziger Jahre getan. Man spürt aber deutlich, dass ein neuer, unbeugsamer Wille zu größeren Taten vorhanden ist. In den nächsten Versammlungen und Zusammenkünften wird daher lebhaft und leidenschaftlich über die richtigen Schritte in die Siebziger Jahre diskutiert. Man sucht neue Wege, um auch die örtliche Jugend mehr zu aktivieren und für unsere Sache zu begeistern.
Der Schwerpunkt wurde daher auf die Förderung des sportlichen Schießens gelegt. 1961 wird unser Geschäftsführer Theo Winnersbach von der Versammlung mit dieser Aufgabe beauftragt. Eine automatische Schießanlage wird erworben. Erste Erfolge zeigen sich nach kurzer Anlaufzeit. Der nächste Schritt, der von allen Schützenbrüdern eine große Opferbereitschaft verlangt, wird in der Generalversammlung 1962 getan. Einstimmig beschließen alle anwesenden Schützenbrüder den Bau eines Schützenhauses.
Am 6. Mai des gleichen Jahres feiert unser Präses und Pfarrer sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Er ist damit gleichzeitig 25 Jahre in unserer Pfarrgemeinde als unermüdlicher Künder des Wortes Gottes tätig. 1953 werden auf Verlangen des Zentralverbandes alle Jungschützen in einer Jungschützenabteilung zusammengefasst.
Erster Schützenmeister wird Hermann Fischer. Voller Stolz kann im gleichen Jahr Schützenhauptmann Alfons Arns seine neugegründete Gewehrgruppe vorstellen.

Inzwischen kann nach guter Vorbereitung des Vorstandes und Dank der ungebrochenen Opferbereitschaft aller Mitglieder mit dem Neubau des Schützenhauses begonnen werden. Nach 10-wöchiger Bauzeit haben ca. 50 Schützenbrüder in ihrer Freizeit das Haus im Rohbau erstellt. Man kann von diesem Bauwerk, angefangen von der Grundsteinlegung bis zur Fertigstellung und Einweihung am 1. Oktober nicht reden, ohne dass der Name unseres Schützenbruders Gustav Schwarz genannt wird. Gustav Schwarz hatte bereitwillig die Bauleitung übernommen. Seine einmaligen Verdienste um die Entstehung dieses Hauses lassen sich einfach in Worten nicht ausdrücken. Der Vorstand und alle Schützenbrüder, die unter seiner Leitung Hand angelegt haben, wissen seine großen Verdienste zu würdigen. Leider war es ihm auf Grund seiner angegriffenen Gesundheit nicht möglich, am 1. Oktober bei der Einweihung des Schützenhauses dabei zu sein. Gustav Schwarz starb 4 Wochen später am 1. November 1967.